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Lehrstuhl und Institut für Wohnbau und Grundlagen
des Entwerfens - Univ.-Prof. ir. Wim van den Bergh

Schinkelstrasse 1, 52062 Aachen
T: +49 241 8095009,
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Impressum

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Place du Tertre

B1 Wohnen+

Termine

Betreuung: Montags 14h00 - 18h00

Montag, 05.10.2015, Download der Aufgabe
Montag, 19.10.2015, 1. Treffen in den Gruppen
Montag, Dienstag 30.11/ 01.12.2015, Kolloquium 1
Montag, Dienstag 18.01/ 19.01.2016, Kolloquium 2
Montag, Dienstag 07.03/ 08.03.2016 Endkolloquium

Lehrende

Lehrstuhl für Wohnbau und Grundlagen des Entwerfens - Prof. ir. Wim van den Bergh
Arch. Nathalie Bodarwé MAS ETH HS, Dipl.-Ing. Anika Karthaus, Dipl.-Ing. Karen Krämer, Dipl.-Ing. Johannes Müntinga, ir. Mark Proosten

Aufgabe

Liège (deutsch: Lüttich), die drittgrößte Stadt Belgiens, ist das kulturelle Zentrum der wallonischen Region Belgiens und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Liège.
Als Stadt mit ca.195.000 Einwohnern liegt Liège in einem von Hügeln umgebenen Becken am Zusammenfluss von Ourthe und Maas, unweit der Städte Maastricht in den Niederlanden und Aachen in Deutschland. Das Becken von Liège zählt samt Vorstädten ungefähr 600.000 Einwohner.
Liège war, nach der Gründung des belgischen Staates im 19. Jahrhundert, mit ihrer metallurgischen Industrie das wirtschaftliche Rückgrat von Belgien. Infolge der Schließung der Kohlegruben und der anschließenden Stahlkrise hat die wirtschaftliche Situation von Liège jedoch sehr gelitten und die Stadt war einem starken Strukturwandel unterworfen.
Nach Jahrzehnten sinkender Einwohnerzahlen und hoher Schulden ist nun wieder eine Auf- wärtsbewegung zu erkennen. Als Symbol für die Moderne steht der neue Hochgeschwindigkeitsbahnhof, der Liège mit europäischen Metropolen wie London, Paris und Amsterdam verbindet.
Auf der Stadtinsel von Liège, Outremeuse (`jenseits der Maas ́) genannt, entwickelte sich das alte Stadtviertel am rechten Maasufer gegen Ende des 11. Jahrhunderts mit dem Bau der ersten Pont des Arches. Die Brücke, zwischen dem rechten Flussufer und dem Quartier de la Cité gelegen, blieb bis zur demografischen und urbanistischen „Explosion“ des
19. Jahrhunderts die einzige Überführung des Hauptarmes.
Das Viertel der Gerber und Arbeiterschaft war ursprünglich kleinbürgerlich und von zahlrei- chen kleineren Handwerksbetrieben geprägt. Die meisten Einwohner lebten hier in bescheidenen Verhältnissen.
Heute stehen breite Alleen mit Jugendstilfassaden in Kontrast zu den mittelalterlichen Sträßchen und Sackgassen. Die Nutzungsstruktur ist heterogen und weist eine ausbaufähige Infrastruktur auf, die dieser exponierten Lage aber nur zum Teil gerecht wird.
Wie Liège insgesamt, ist auch dieser Stadtteil stellenweise von Fehlentwicklungen der Nachkriegszeit geprägt. Vor allem in Maß und Höhe herausfallende Hochhäuser, sowie die autogerechte Verkehrsplanung, haben Liège stark verändert. Seit einigen Jahren bemüht man sich, die städtebaulichen und infrastrukturellen Fehlentwicklungen zu korrigieren.
In Outremeuse soll auf einem derzeit als Parkplatz genutzten Grundstück, in der Rue Grande-Bêche, ein unverwechselbarer Wohnort mit 7 Wohneinheiten geschaffen werden. Der sensible Umgang mit den Gegebenheiten des Ortes, sowie der Auseinandersetzung seiner Potentiale, sollen zu einem Plus nicht nur an Wohn-, sondern auch an Lebensqualität führen.
Eine verdichtete, dem Kontext angemessene Bauweise, großzügige, private Außenräume, sowie deren intelligente Verknüpfung mit den Wohnräumen, sind die Kernthemen der Bearbeitung.
Darüber hinaus stellt sich Frage nach künftigen, städtischen Formen des Zusammenlebens und gemeinschaftlichen Wohnens in einem solchen Quartier.
Es gilt Alternativen zum üblichen Einheitsgrundriss aufzuzeigen.
In kurzen einführenden Übungen lernen wir unterschiedliche Wohnbautypologien als Werkzeug zur Entwurfsbearbeitung kennen.

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